Ratgeber Campinggrills und mobile Gasgrills

Mit einem Campinggrill können Sie dank der kompakten Abmessungen und des geringen Gewichts an nahezu jedem Ort leckere Speisen zubereiten. Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihr Balkon nur wenig Platz bietet oder ob Sie viel unterwegs sind und den Grill regelmäßig transportieren möchten. Ein weiterer Pluspunkt mobiler Gasgrills: Es müssen weder Anzündhilfen noch schwere Kohlesäcke mitgeführt werden.
Worauf Sie beim Kauf eines Campinggrills achten sollten, haben wir hier für Sie zusammengetragen. Zusätzlich stellen wir Ihnen einige Modelle vor, die Sie im GASPROFI-Onlineshop finden.
Gewicht und Größe von Campinggrills
Die meisten Balkon-, Tisch- und Campinggrills bewegen sich in etwa in folgenden Abmessungen:
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Länge: ca. 30–50 cm
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Breite: ca. 15–20 cm
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Höhe: ca. 20 cm
Damit sind mobile Gasgrills besonders platzsparend. Einige Modelle verfügen zudem über ein durchdachtes Steck- oder Klappsystem, das das Transportmaß nochmals reduziert.
Möchten Sie dennoch nicht auf eine angenehme Arbeitshöhe verzichten, müssen Sie bei Modellen mit Standbeinen eine Gesamthöhe von etwa 110 cm sowie einen Standdurchmesser von 55–70 cm einkalkulieren.
Beim Material handelt es sich häufig um emaillierten Stahl. Dieser ist relativ leicht, gleichzeitig robust und speichert die Hitze gut – ein klarer Vorteil beim Grillen.
Bei allen Vorteilen sollten Sie jedoch die begrenzte Grillfläche berücksichtigen. Für größere Personengruppen sind oft mehrere Grilldurchgänge nötig. Bei der Auswahl des Grillguts haben Sie grundsätzlich freie Hand, sehr große Fleischstücke lassen sich auf kleinen Grillflächen allerdings nur eingeschränkt oder ungleichmäßig garen.
Wie werden Campinggrills betrieben?

Transportable Gasgrills werden entweder mit:
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Propan-Gasflaschen oder
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Gaskartuschen
betrieben.
Gefüllte Gasflaschen sind vergleichsweise schwer und daher für den mobilen Einsatz weniger praktisch. Aus diesem Grund werden Campinggrills häufig mit Gaskartuschen genutzt. Diese sind leicht und handlich, jedoch weniger ergiebig. Es kann daher vorkommen, dass das Gas während des Grillens unerwartet zur Neige geht.
Unser Tipp: Halten Sie immer eine Ersatzkartusche bereit.
Nach dem Anschließen sollten alle Verbindungsteile sorgfältig überprüft werden. Achten Sie außerdem unbedingt darauf, dass die verwendete Gaskartusche für Ihren Grill zugelassen ist. Weitere Informationen finden Sie in unserem Gaskartuschen-Ratgeber.
Produkt-Tipp: Napoleon TRAVELQ™ PRO285E
Der Napoleon TRAVELQ™ PRO285E ist eine Weiterentwicklung des TRAVELQ™ und bietet trotz kompakter Bauweise eine großzügige Grillfläche. Bis zu 20 Burger lassen sich gleichzeitig zubereiten. Auch Techniken wie indirektes Grillen oder Smoken sind möglich. Dank Wandaufhängung kann der Grill besonders platzsparend verstaut werden.
Gasgrills von Gaskartusche auf Gasflasche umrüsten

Für mobile Gasgrills, die mit EN 417 Schraubkartuschen betrieben werden, besteht die Möglichkeit, auf handelsübliche Propanflaschen bis 11 kg Füllgewicht umzurüsten. Das ist besonders interessant für Nutzer, die den Grill auch stationär verwenden möchten. Zudem ist der Betrieb mit einer Gasflasche in der Regel wirtschaftlicher als der Einsatz kleiner Kartuschen. Unser BOGAPRO Adapter-Schlauch mit Gasregler zum Nutzen einer Gasflasche ermöglicht eine einfache, unkomplizierte Umrüstung: Der Schlauch wird einfach im Kartuschen Anschluss des Grills eingeschraubt und über den beiliegenden Gasregler mit der handelsüblichen Gasflasche verbunden.
Viele mobile Gasgrills, die ursprünglich für EN-417-Schraubkartuschen ausgelegt sind, lassen sich auf handelsübliche Propan-Gasflaschen (bis 11 kg) umrüsten. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Grill nicht nur mobil, sondern auch stationär genutzt werden soll.
Der Betrieb mit einer Gasflasche ist zudem in der Regel kostengünstiger als der Einsatz von Kartuschen.
Mit einem passenden Adapter-Schlauch inklusive Gasdruckregler gelingt die Umrüstung einfach: Der Schlauch wird in den Kartuschenanschluss des Grills eingeschraubt und anschließend mit der Gasflasche und dem Druckminderer verbunden. Unsere Produktempfehlung: Der BOGAPRO Adapter-Schlauch mit Gasregler zum Nutzen einer Gasflasche .
Ausstattungsmerkmale von Campinggrills
Auch bei einem transportablen Grill müssen Sie nicht auf eine gewisse Ausstattung verzichten. Folgende Ausstattungsmerkmale sorgen für noch mehr Spaß beim Grillen:
- Deckel: garantiert hohe Hitzeentwicklung und gleichmäßige Hitzeverteilung
- Thermometer: ermöglicht das Prüfen der Temperatur (ist das Thermometer in den Deckel integriert, muss man zum Ablesen den Deckel nicht öffnen d.h. kein Hitzeverlust!)
- mehrere regulierbare Brenner: gart gleichzeitig unterschiedliches Grillgut
- Piezo-Zünder: macht das Entzünden ohne Feuerzeug möglich
- Gasdruckminderer: dient zur genauen Hitzeregulierung
- Auffangschale: vereinfacht die Reinigung
- auswechselbarer Rost: ermöglicht verschiedene Grilltechniken
- (abnehmbare) Seitenablagen: dienen als Ablage für Grillgut oder Grillbesteck oder als Warmhaltefläche (sind sie abnehmbar, kann der Grill platzsparend transportiert werden)
Wie viele Brenner benötigt ein Campinggrill?
Ein entscheidender Punkt beim Kauf ist die Anzahl der Brenner und deren Leistung. Modelle mit zwei Brennern ermöglichen das Grillen mit unterschiedlichen Hitzezonen und verkürzen die Garzeit.
Die Leistung eines einzelnen Brenners liegt bei Campinggrills meist zwischen 2 und 5 kW. Für den gelegentlichen Einsatz und kleinere Grillrunden reicht oft ein Brenner aus, wer häufiger grillt oder mehr Flexibilität möchte, ist mit zwei Brennern besser beraten.
Produkt-Tipp: Skotti Kompaktgrill
Den Skotti Kompaktgrill können Sie in lediglich einer Minute auf- und abbauen. Er kann nicht nur mit Gas, sondern auch mit Kohle oder Holz betrieben werden und ist so besonders flexibel. Er wiegt lediglich drei Kilogramm und passt flach sogar in einen 25l-Rucksack.
Wer mehr über das Produkt im Alltag erfahren möchte, dem empfehlen wir unseren ausführlichen Skotti-Test.
Reinigung eines Campinggrills
Die geringe Größe eines Campinggrills verhindert leider nicht, dass Schmutz anfällt. Somit muss diese ebenso nach der Benutzung gesäubert werden.
Bei Modellen mit Deckel können Sie die Pyrolyse zur Reinigung nutzen. Schließen Sie dazu den Deckel, drehen Sie den Gasdruckminderer voll auf und lassen Sie die Gasflamme eine Weile laufen. Diese Methode sorgt dafür, dass die Schmutzreste verbrennen. Danach können diese problemlos mithilfe einer Drahtbürste entfernt werden. Weitere Informationen dazu finden Sie übrigens auch in unserem Artikel zum Thema Angrillen: Start in die Grillsaison.
Haben Sie einen Campinggrill ohne Deckel, sollten Sie Schmutz unmittelbar nach Abkühlen des Grills mit Wasser und Spülmittel den Schmutz an Rost, Fettpfanne und Ablageflächen entfernen. Tipp: Füllen Sie vor der Nutzung des Grills etwas Wasser unterhalb der Brenner ein. Dies sorgt dafür, dass sich das Fett nicht in die Auffangschale oder andere Oberflächen einbrennen kann. Auf diese Weise können Sie die Fettreste einfacher entfernen.
Fazit: Ortsunabhängig grillen
Campinggrills bringen viele Vorteile mit sich. Dank der unkomplizierten Konstruktion können diese in kurzer Zeit auf- und wieder abgebaut werden – einem leckeren BBQ in der freien Natur (sofern erlaubt) oder auf einem kleinen Balkon steht somit nichts mehr im Wege. Durch die Platzierbarkeit in direkter Nähe des Esstischs können Sie gleichzeitig grillen und gemeinsam mit Ihren Gästen essen. Achtung: Auch wenn transportable Grills oftmals als Tischgrill bekannt sind; am Tisch in geschlossenen Räumen haben diese aus Sicherheitsgründen nichts zu suchen. Mit dem passenden Modell steht dem mobilen Grillvergnügen jedoch nichts im Wege..
Weiterführende Informationen zu Campinggrills und mobilen Modellen
