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Allgemein

Ulrich Dolde – Selbstausbau eines Wohnmobils

Ulrich Dolde hat sich 2008 einen ausgemusterten Mercedes 914 Allrad-LKW gekauft und in kompletter Eigenarbeit zu einem Wohnmobil umgebaut. Seine Erfahrungen, den kompletten Umbau und einige Reiseberichte mit seinem „Sternchen“, wie er den LKW liebevoll nennt, hat er sowohl in dem Buch Wohnmobil Selbstausbau (mit CD-Rom) und seiner Website www.wohnmobil-selbstausbau.com dokumentiert. Wir haben Herrn Dolde vor einigen Monaten kennen gelernt, als er auf der Suche nach einem leistungsfähigen Gaskocher war –und natürlich bei uns auch fündig wurde. ;) Grund genug, einmal bei ihm nachzufragen und aus erster Hand zu erfahren, wie er einen Gaskocher in das Wohnmobil eingebaut hat.

Beim Outdoor-Kochen mal richtig Gas geben!

Wer gerne im Freien kocht, kennt das Problem: Schon ein leichter Wind kann dafür sorgen, dass die Hitze am Kochgeschirr vorbeizieht und das Grillgut eher abkühlt als bräunt. Als Wohnmobilfahrer, der bevorzugt windige Plätze dieser Erde aufsucht, um dort seinen Hobbys – dem Wind- und Kitesurfen – nachzugehen, bin ich davon besonders betroffen.

Also machte ich mich auf die Suche nach einem wirklich leistungsfähigen Gaskocher für meine neu geplante Außenkochstelle. Fündig wurde ich bei GASPROFI: Unter dem etwas nüchternen Namen CAGO JV 03 gibt es dort einen Edelstahlkocher, der selbst bei widrigen Bedingungen ordentlich Leistung liefert. Durch eine spezielle Luftverwirbelung wird die Verbrennung optimiert, sodass auch bei dem für Wohnmobile üblichen Gasdruck von 30 mbar eine hohe Heizleistung von bis zu 4,5 kW pro Flamme erreicht wird.

Da mein Wohnmobil ein kompletter Eigenbau ist – und ich über den Ausbau meines „Sternchens“ ein durchaus umfangreiches Buch geschrieben habe – sollte die Außenkochstelle den würdigen Abschluss des Projekts bilden. Entsprechend kam nur ein Kocher infrage, der sich auch bei Wind nicht beeindrucken lässt.

Der zweiflammige Kocher war schnell bestellt, doch bei der Lieferung wurde klar: Mit knapp einem Meter Länge war er für meine Staubox schlicht zu groß. Ein kurzer Anruf bei den GASPROFIS genügte, und der Kocher wurde unkompliziert gegen zwei schmalere Einzelbrenner CAGO JV 02 getauscht, die nun perfekt in der vorgesehenen Riffelblechbox Platz finden.

Beim Einbau der Geräte wurde der Standard noch getoppt

Die Edelstahl-Gasleitung hatte ich bereits im Vorfeld vom Innenraum nach außen geführt. Da im Außenbereich von Wohnmobilen korrosionsgeschützte Metallleitungen vorgeschrieben sind, habe ich gleich auf Edelstahlleitungen gesetzt, wie sie auch im Yachtbau verwendet werden.

Die eigentliche Herausforderung lag jedoch in der Bauform meiner Staubox: Die Seitenwände sind beidseitig abgeschrägt – vorne wegen des Kotflügels, hinten für einen Böschungswinkel von rund 45 Grad. Schließlich handelt es sich bei meinem Fahrzeug um ein Allrad-Expeditionsmobil, das auch abseits befestigter Wege unterwegs ist.

Der Plan: Die Kocher sollten auf Schubladenauszügen aus dem Stauraum herausgezogen werden können. Um die unterschiedlichen Winkel zu überbrücken, kam schließlich ein Edelstahl-Klavierband zum Einsatz, das einerseits mit den Auszügen, andererseits mit einer Edelstahlplatte verschraubt wurde. Auf dieser Platte sind nun die beiden CAGO JV 02 montiert – die Außenkochstelle war damit einsatzbereit.

Die Kocher im Einsatz

Der erste Praxistest fand standesgemäß im Tagliamento-Tal in Norditalien statt – einem der letzten weitgehend naturbelassenen Flusslandschaften Europas. Mit Frikadellen, Buletten oder Fleischlaberln (je nach regionaler Bezeichnung) durften die Kocher zeigen, was sie leisten können.

Das Ergebnis: überzeugend – sowohl optisch als auch geschmacklich. Leider sind die entsprechenden Fotos im Daten-Nirwana verschwunden, sodass an dieser Stelle etwas Vorstellungskraft gefragt ist.

Die Kocher haben ihre Feuertaufe im wahrsten Sinne des Wortes bestanden und funktionieren auch bei leichtem Wind zuverlässig – selbst ohne zusätzlichen Windschutz. Dieser ist dennoch in Planung, um die Außenkochstelle auch bei stärkerem Wind nutzen zu können.

Den CAGO JV 02 kann ich daher uneingeschränkt empfehlen. Und wer sich über den Namen wundert: Vielleicht stammt der Hersteller ja aus dem Raum Berlin – und „JV“ steht für „Janz Viel Feuer“.

Wer neugierig geworden ist und noch mehr über über den Bau der Außenkochstelle und des gesamten Fahrzeug drum herum erfahren möchte, der findet weitere Infos dazu – und natürlich auch dem Buch – unter www.wohnmobil-selbstausbau.com.

Ein Hinweis noch in eigener Sache:

Mit dem Kocher hat Herr Dolde eines der leistungsstärkeren Geräte seiner Klasse gewählt. Die Gaskocher JVSerie sind als ein-, zwei- oder dreiflammige Variante erhältlich und können über unseren Webshop bezogen werden.

 

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