Plankengrillen
Beim Grillen denken viele zuerst an Steaks, Würstchen oder Gemüse direkt über der Hitzequelle. Doch es gibt auch andere Grilltechniken, die für besondere Aromen sorgen. Eine davon ist das sogenannte Plankengrillen (englisch: Plank Grilling).
Dabei wird das Grillgut nicht direkt auf dem Grillrost gegart, sondern auf einer Holzplanke, die auf den Rost gelegt wird. Diese Methode sorgt für eine schonende Zubereitung und verleiht dem Grillgut ein feines Raucharoma.
Woher stammt das Plankengrillen?
Die Technik hat ihren Ursprung in Nordamerika. Schon die Ureinwohner an der Pazifikküste nutzten Holzplanken – häufig aus Zedernholz – um Fisch über dem Feuer zu garen. Später wurde diese Methode von Siedlern übernommen und entwickelte sich zu einer beliebten Grilltechnik, die heute vor allem in den USA und Kanada verbreitet ist.
Mittlerweile hat sich das Plankengrillen auch in Europa etabliert und gilt bei vielen Grillfans als interessante Alternative zu klassischen Grillmethoden.
Wie funktioniert Plankengrillen?
Beim Plankengrillen wird das Grillgut auf eine Holzplanke gelegt, die auf dem Grill erhitzt wird. Durch die Hitze beginnen im Holz enthaltene Aromastoffe zu verdampfen und geben dem Grillgut ein charakteristisches Raucharoma. Gleichzeitig schützt die Planke das Lebensmittel vor direkter Hitze, sodass es besonders schonend und gleichmäßig gart.
Typischer Ablauf:
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Holzplanke mehrere Stunden – meist mindestens 1 Stunde – in Wasser einweichen
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Grill auf mittlere Temperatur vorheizen (ca. 180–220 °C)
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Planke kurz auf den Grill legen und vorwärmen
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Grillgut auf die Planke legen
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Deckel schließen und indirekt garen
Während des Grillens entsteht Rauch aus dem erhitzten Holz, der dem Grillgut ein besonderes Aroma verleiht.
Welche Lebensmittel eignen sich für das Plankengrillen?
Besonders gut funktioniert diese Grilltechnik mit empfindlichem Grillgut, das leicht austrocknet oder verbrennen kann.
Typische Beispiele sind:
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Fisch (vor allem Lachs)
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Geflügel
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Schweinefilet
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Meeresfrüchte
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Gemüse
Da die Hitze nicht direkt vom Grillrost kommt, bleiben viele Lebensmittel beim Plankengrillen saftiger und zarter.
Welche Holzarten sind geeignet?
Nicht jedes Holz eignet sich für das Grillen. Wichtig ist, dass das Holz unbehandelt und frei von Harzen oder Chemikalien ist.
Beliebte Holzarten für Grillplanken sind zum Beispiel:
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Zeder – aromatisch, besonders beliebt für Fisch
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Erle – mild und leicht würzig
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Ahorn – leicht süßliches Aroma
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Hickory – kräftiger BBQ-Geschmack
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Apfel oder Kirsche – mild-fruchtige Note
Harzreiche Hölzer wie Kiefer sind dagegen weniger geeignet, da sie einen bitteren Geschmack entwickeln können.
Tipps für das richtige Plankengrillen
Damit das Grillen auf der Holzplanke gelingt, sollten Sie einige Hinweise beachten.
Holzplanke vorher wässern
Die Planke sollte vor dem Grillen ausreichend gewässert werden. Dadurch wird verhindert, dass sie sofort Feuer fängt und das Holz kann seine Aromen gleichmäßiger abgeben.
Grilldeckel geschlossen halten
Beim Plankengrillen sollte der Grill möglichst geschlossen bleiben. So verteilen sich Hitze und Rauch gleichmäßig im Garraum.
Indirekte Hitze nutzen
Am besten funktioniert die Methode mit indirekter Hitze. Dadurch wird das Grillgut langsam gegart und das Holz verbrennt nicht so schnell.
Sprühflasche bereithalten
Falls sich an den Rändern der Planke kleine Flammen bilden, kann eine Sprühflasche mit Wasser helfen, diese zu löschen.
Grillplanke wässern?
Viele Grillprofis schwören beim Plankengrillen darauf, das Holzbrett vor dem Grillen für etwa eine Stunde zu wässern. Hierbei sollte die Planke komplett unter Wasser liegen. Für ein spezielles Aroma, geben Sie etwas Whiskey, Bier oder Wein in das Wasser. Bei Fisch sorgt etwas Meersalz im Wasser für feine Würze. Bevor Sie Ihr Grillgut garen, legen Sie Oberseite der Planke für ein paar Minuten über die Hitzequelle, um sie zu trocknen. Wer das Holz bewässert, sollte allerdings auch mit möglichen Nachteilen rechnen:
„Die Meinungen, ob die Planke nun vorher bewässert wird oder nicht, gehen auseinander. Man kann aber sicher sagen, dass die nicht bewässerte Planke mehr Rauch abgibt und so in das Grillgut übergehen kann.“
Kann man Grillplanken mehrfach verwenden?
Ob eine Grillplanke mehrmals verwendet werden kann, hängt davon ab, wie stark sie beim Grillen beansprucht wurde. Häufig lassen sich Planken mehrfach verwenden, solange sie nicht stark verkohlt oder beschädigt sind.
Nach dem Grillen sollte die Planke mit heißem Wasser und einer Bürste gereinigt werden. Spülmittel ist nicht empfehlenswert, da es in das Holz einziehen kann.
Sicherheitshinweise beim Plankengrillen
Die Temperatur beim Plankengrillen sollte nicht über 180 Grad steigen. Nutzen Sie zur Kontrolle ein Thermometer – bei einigen Grills ist das sogar integriert. So müssen Sie die Haube des Grills nicht zum Messen öffnen.
Wenn Sie starke Rauchentwicklung beobachten, kann es sein, dass die Holzplanke zu nah an der Hitzequelle liegt. Platzieren Sie das Holz zu Beginn besser in einem indirekten Grillbereich.
Bei der Reinigung des Holzes ist zu beachten, dass keinesfalls Spülmittel zum Einsatz kommen darf. Sonst sorgt „Spülmittel-Aroma“ beim nächsten Grillen für eine böse Überraschung. Nutzen Sie stattdessen eine harte Bürste und etwas heißes Wasser zur Reinigung.
Fazit
Plankengrillen ist eine interessante Grilltechnik, bei der Lebensmittel auf einer Holzplanke gegart werden. Das Holz schützt das Grillgut vor direkter Hitze und verleiht ihm gleichzeitig ein feines Raucharoma. Besonders Fisch, Geflügel und Gemüse profitieren von dieser schonenden Zubereitung.
Wer beim Grillen gerne neue Techniken ausprobiert und Wert auf besondere Geschmacksnuancen legt, findet im Plankengrillen eine spannende Alternative zum klassischen Grillen.